Ja, Panik - The Taste and the Money

In Wien tut sich ja selten was, man bleibt ein paar Jahre länger jung als anderswo, oder benimmt sich zumindest so, und in den Geschichten ändern auch nur Personen und Orte. Da darf es einen nicht wundern wenn eine junge Band wie Ja, Panik mit ihrem zweiten Album The Taste and the Money einfach so weitermacht wie auf dem ersten, selbst-betitelte, Album. Nur vielleicht einen Tick schneller.

Wie gehabt sind die Texte direkt, keine Spielereien und immer genug Platz für ein wenig Gitarrenschrammeln. Das Schlagzeug Ein wenig Kritik muss ich doch loswerden: Bei der ganzen Beschleunigung die in diesem Album steckt vermisst man bei manchen Songs die Einfachkeit. Zu abwechslungsreich und komplex wurden Songs wie Ich bringe mich in Form oder Roadmovie To…. Andererseits sind The Taste and the Money, Pt. 1 und Mein Lieber wieder so einfach wie möglich, Ukulele, Trommel und wohl ein kleines Keyboard. Unter Strich trotzdem ein sehr gutes Album das ich gern höre.

Tracklist

  • The Taste and the Money, Pt. 1
  • Marathon
  • Ich bringe mich in Form
  • Quizshows
  • Roadmovie To…
  • Mein Lieber
  • Sing Low, Sweet
  • Thomas Sagt
  • Satellite of Love
  • Chanson a Boire
  • Wien, du bist ein Taschenmesser
  • The Taste and the Money, Pt. 2

Erdmöbel - No. 1 Hits

Ich muss gestehen, vom letzten Album Für die nicht wissen wie hab ich mir bei iTunes nur ein paar Tracks gekauft, der Rest ist jetzt erst in der Playlist glandet. Aber diesmal war ich einfach zu gespannt was Erdmöbel denn aus einem Dutzend No. 1 Hits macht und ich bereu es nicht das ganze Album auf Heavy Rotation laufen zu lassen. Selbst Auf und Ab was ich in der Orginalfassung abgrundtief hasse und im der Erdmöbel-Fassung nur noch komisch finde. Aber fangen wir mal vorne an: Erdmöbel hat schon einige Cover-Versionen gemacht, mal mehr mal weniger erfolgreich, Weihnachten (Last Christmas) kam sogar überhaupt nicht bei mir an, lief wohl nicht auf FM4. Die Band geht schon immer mit einer guten Portion Humor an die Musik und das merkt man auch bei der aktuellen Scheibe, auch wenn man bei Cover-Versionen ja eigentlich enge Grenzen hat.

Tracklist

  1. Was geht, Muschikatz? (What's new Pussycat)
  2. Riecht wie ein Teen Spirit (Smells like teen spirit)
  3. Einer wie wir (One of us)
  4. Kopf (Can't get you out of my head)
  5. Weil du fortgehst (Porqué te vas)
  6. Fahler als nur fahl (A whiter shade of pale)
  7. Das war einmal ein Junge (Mmm mmm mmm mmm)
  8. Auf und ab (Up and down)
  9. Der Weg nach Mandalay (The road to Mandalay)
  10. Wieder allein, natürlich (Alone again, naturally)
  11. Das Modell
  12. Ich machte 'nen Scherz (I started a joke)

Kante Plays Rhythmus Berlin

Kannst du's höören? Spürst du es? - Ja muss ich sagen, ich spür Berlin immer wenn ich dieses Album höre, derzeit wohl vier oder fünf Mal am Tag. Heavy rotation ist nichts dagegen. Kante plays Rhythmus Berlin ist ein Konzept-Album wie ich es mir von der Hamburger Schule schon immer gewünscht habe. Obwohl, wieviel hat Kante noch mit Hamburg zu tun? Überhaupt ziehen ja einige dorthin. Ich fang jetzt schon wieder damit an, aber dieses Album ist einfach eine Goldgrube für alle die gern mit Zitaten um sich werfen. Übrigens, die Band war so nett die Texte online zu stellen: Lyrics von Kante Plays Rhythmus Berlin Zurück zum Sound, wie fühlt es sich an? Leise fängt das Gefühl an, man dreht die Lautstärke hoch um den Puls besser zu hören, wird erschreckt von den Trommeln und der Stimme die einen frägt ob man es hört. Je mehr Percussion-Instrumente dazukommen desto mehr bewegt sich der eigene Körper zum Puls des Albums. Langsam setzt die Gitarre ein, ein einfaches Riff, der Bass und schließlich der Gesang. Ein langgezogenes „Wirklichkeeeeiiit in diesem Sturm aus Raum und Zeeeeiiit“ und man schließt die Augen um ungestört mitzusummen oder mitzusingen. Irgendwie ist dieser erste Track nach vier:elf schon viel zu früh vorbei, aber der Prolog soll ja nur zeigen wo wir sind: Berlin. Es ist ein wunderschönes Album, die Revue für die Songs geschrieben kommt nicht so gut weg bei den Kritikern, es sollen Welten zwischen den beiden liegen. Das Album variert von dem mitreißenden Prolog bis zum nicht minder optimistischen und rhythmusgetränkten Epilog mit seinem Xylophon. Dazwischen sorgen ein paar melancholischen Tracks dafür dass mana uch die andere Seite der Stadt kennenlernt, mit „Die alten Gespenster“ wird auch die Geschichte nicht vergessen, hurmorvoll wird sie eingebunden. Nach etwas mehr als einer halben Stunde ist das Album schon wieder vorbei, aber es war genug Zeit um ein Gefühl für diese Stadt bekommen zu haben.

Die anderen

Tracklist

  1. Der Rhythmus einer grossen Stadt (Prolog)
  2. Die Stadt verwischt die Spuren
  3. Du hältst das Fieber wach
  4. Trotz all der Zeit
  5. Die alten Gespenster
  6. Ich schlag nicht mehr im selben Takt
  7. Wer hierher kommt, will vor die Tür
  8. Die große alte neue Stadt (Epilog)